SafetyRemote Sonderbefehle
Safety-Remote Sonderbefehle
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Marken
3 Zähler
4 Variablen
5 Sprungbefehle
6 Unterprogrammaufruf
7 Sonderbefehle
Einführung
Safety-Remote enthält Sonderbefehle zur Programmverzweigung, zur Abfrage von Ergebnissen und zum Rechnen mit Parametern oder Ergebnissen. Dadurch ist es möglich, Prozeduren mit Programmschleifen, Unterprogrammen und bedingten Abläufen zu gestalten.
Jeder Befehl nimmt eine Programmzeile ein.
Jeder Befehl besteht aus einer Abkürzung, die jedoch nur intern im Programmablauf verwendet wird, einer Befehlsbeschreibung, die sprachabhängig ist, und bis zu vier Parametern.
Wenn Sie Befehle zur Abfrage und Programmverzweigung verwenden, achten Sie auf sinnvolle Namen und Gruppierungen. Anders als bei einem normalen Programmablauf kann eine Prozedur nicht mit Leerzeilen oder Kommentaren zur besseren Lesbarkeit versehen werden.
Variablennamen, Markennamen und Zählernamen dürfen ein beliebiger alphanumerischer Text und auch Leerzeichen enthalten, jedoch keine Leerzeichen zu Beginn und am Ende. Alle Variablennamen einer Prozedur sollten sich voneinander unterscheiden, ebenso alle Markennamen (Marke = „Label" oder „Ziel" oder „Sprungmarke") und Zählernamen.
Zähler, Variablen und Marken sind in der Anzahl begrenzt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Dokumentation ist die Anzahl auf jeweils 100 begrenzt. Diese Anzahl wird im Prozedurablauf überwacht. Bei Bedarf kann die Anzahl erhöht werden.
Marken
Marken dienen dazu, ein Ziel für einen Sprungbefehl oder ein Unterprogramm zu definieren. Der Name der Marke (anschließend die „Marke" genannt) wird im Parameter 1 definiert. Eine Marke darf nur einmal im Programmablauf vorkommen. Wenn sie mehrmals vorkommt, wird immer die zuerst definierte Marke verwendet. Es sind bis zu 100 Marken in einem Ablauf möglich.
Syntax:
Marke setzen
LABEL | Sprungmarke setzen (Par1) | Destination |
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„Destination" steht hier für den Markennamen. Benennen Sie „Destination" in einen sinnvollen Namen um. Nach der Durchführung eines Sprungbefehles oder Unterprogrammaufrufes wird die Ausführung der Prozedur nach der Marke fortgesetzt. Der Sprungbefehl und der Markenname tauchen nicht in der Ergebnisliste auf.
Zähler
Zähler dienen dazu, sich wiederholende Abläufe nur einmal in der Prozedur zu definieren und in einer Schleife sooft durchzuführen, wie es für den Zähler definiert wurde.
Ein Zähler wird immer zusammen mit einem Schleifensprungbefehl und einer Marke verwendet.
Zähler setzen
CNTR | Zähler setzen. Par 1 = Label Par 2 = Anzahl | Counter | 1 |
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Im Parameter 1 steht der Name des Zählers. Im Parameter 2 steht die Anzahl. Parameter 2 kann auch ein Variablenname sein. In diesem Fall wird der numerische Wert der Variable in eine Ganzzahl gewandelt und als Zähler verwendet. Wenn der Zähler bereits definiert ist, wird der Wert neu gesetzt. Wenn er noch nicht definiert wurde, dann wird er in diesem Prüfschritt definiert.
Variablen
Variablen werden verwendet, um Werte zwischen zu speichern. Diese Werte können Zahlen oder Zeichenfolgen sein. Die Werte können von Ergebnissen einer Messung stammen, sie können direkt gesetzt werden und sie können im Prozedurablauf eingegeben werden. Mit Variablen kann gerechnet werden. Eine Variable kann auch als Ergebnis eines Prüfschrittes bewertet werden. Variablen können miteinander oder mit Konstanten verglichen werden und die Prüfprozedur wird dann aufgrund der Bewertung des Ergebnisses an einer durch eine Marke definierte Stelle fortgesetzt.
Variable setzen.
SETVAR | Variable setzen.Variable Par1, Wert Par2 | Variable | 1 |
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Der Variablenname steht im Parameter 1, der Wert, auf den die Variable gesetzt wird, im Parameter 2. Als Wert kann auch eine Bezeichnung mit Wertangabe verwendet werden. Wenn z. B. als Wert 1mV steht, dann wird 0,001 in die Variable geschrieben. Die Einheit geht verloren. Es können auch E Operatoren verwendet werden. 0,001 entspricht also 1E-3. Ein Komma und ein Punkt werden als Dezimaltrennzeichen gesehen.
Die Standard Einheitsbezeichnungen sind:
„p" Pico. 1 p entspricht 1E-12
„n" Nano. 1n entspricht 1E-9
„u" Micro. 1u entspricht 1E-6
„m" Milli. 1m entspricht 1E-3. Hinweis: Hier unterscheidet sich Groß- und Kleinschreibung. 1M ist 1E6.
„k" Kilo, 1k entspricht 1E3
„M" Mega. 1M entspricht 1E6
„G" Giga. 1G entspricht 1E9
„T" Terra. 1T entspricht 1E12.
Wenn in Parameter die englsiche Bezeichnung eines Feldes der Startmaske steht, wird dieser Wert in Var1 übertragen.
Var1=Var2